Start Termine Infos Fotos Paddelblatt Für Dich Kanupolo Links Email Hilfe

zurück zur Übersicht

Winterfahrt

27.12.

Um acht Uhr trafen sich Reinder, Claudia, Corinna und Jan am Bootshaus und fuhren mit dem Piraten auf dem Hänger bis nach Naumburg, wo wir letzte Winterfahrt aufgehört hatten. Oli und ich fuhren, da nicht alle im Auto Platz hatten, mit der Bahn. Fast gleichzeitig trafen wir in Naumburg ein, beluden anschließend den Canadier und fuhren auch bald los.

Bei der ersten Schleuse kam trotz Klopfen erst niemand aus dem Haus, aus dessen Schornstein Rauch kam. Erst als Jan selbst versuchte, uns zu schleusen, kam jemand: wir können nicht schleusen, weil nur zwischen 800 und 1100 Uhr geschleust wird, wir nicht angemeldet sind und er Urlaub hat (und keine Lust!).

Nach etwa 13 km fanden wir bei Leißling einen geeigneten Zeltplatz. Der Boden war wenige Zentimeter gefroren.

Bei einigen Grad unter Null wird es einem schnell kalt, wenn man sich nicht bewegt, so gingen einige nach dem Abendessen noch zum nächsten Dorf, um zu erfahren, daß die Kneipe zu hat - aber die Füße waren dann warm...

28.12.

Heute waren mehrere Schleusen zu passieren.

Noch etwas früh, aber sonst erfreut sahen wir vor einer Schleuse ein Bootshaus mit Rauch aus dem Schornstein, ein Kanuverein. Doch auf unsere Bitte für Übernachtung wurde geantwortet, daß das ja nicht geht, weil sie ja Rennsportler sind, und außerdem sind wir nicht angemeldet.

Kurz nach Leuna, schon eher bei Merseburg bauten wir die Zelte auf.

Wie wir erst später feststellten, schliefen wir wahrscheinlich unter dem Schutz der Eule.

29.12.

Heute wurden wir immer geschleust (3 mal). Das erste Mal hatten wir Glück, den es war kurz vor 1100. Der diesmal nette Schleusenwärter rief auch gleich die nächsten an. Das Eis war in den Schleusenkanälen schon etwa 2 bis 3 cm dick, so daß wir den Piraten treidelten. In Halle war wieder ein Bootshaus mit qualmendem Schornstein, also fragten wir, diesmal mit Erfolg. Am Abend besichtigten wir Halle, eigentlich hätten wir noch einen Film sehen wollen, der aber im neuen Cinemax schon ausverkauft war.

30.12.

Noch 38 km bis Könnern, daher 645 Aufstehen, aber wir überlebten das alle, nur Corinna kam erst nicht so recht aus den Federn.

Zwei größere Schiffe begegneten uns heute, Berufsverkehr. Daher dachten wir auch, die nächste Schleuse wäre vielleicht besetzt und der Schleusenkanal offen. Dieser war jedoch wieder so stark zugefroren, daß wir es aufgaben und doch noch umtrugen.Kurz darauf, schon bei Könnern, fischten wir eine gerade geschossene Ente aus dem Wasser. Da wir nichts mit ihr anzufangen wußten, legten wir sie den Jägern auf den Weg.

Den Kanuverein in Könnern (im Flußführer angegeben) gibt es schon seit 30 Jahren nicht mehr und ist jetzt eine Kneipe. Wir konnten jedoch 100 Meter weiter zelten.

Mit den Jägern fuhren Jan und ich am Abend zum Bahnhof, um von dort nach Naumburg mit dem Zug zu fahren und das Auto zu holen. Der Campingplatz, wo das Auto stand, hatte zum Glück die Schranke oben und um 2200 waren wir wieder zurück.

31.12.

Rückfahrt: Oli und ich mit der Bahn. Vor Halle war noch ein Schienenbruch: 1¼ Stunden Verzögerung. In Magdeburg hatten wir noch etwas Zeit und besuchten Jochen für 2 Minuten.

Die anderen waren schneller in Braunschweig, nur Corinnas Bulli wollte erst mit Starthilfekabel anspringen.
 
 

Die Saale ist sehr schön, besonders ab Halle. Uns wurde empfohlen, im Frühling noch mal zu kommen. Die Strömung ist auch gut, nur die Wehre stören ein bißchen.

Insgesamt sind wir 105 km gefahren.

Es war eigentlich recht kalt, aber auch ohne Faserpelzhose oder Daunenjacke konnte ich es aushalten. Leider hat es gar nicht richtig geschneit, das hat irgendwie noch gefehlt...

Marcel

zurück nach oben

© 1996-2013 Webmaster - KGNO - Alle Rechte vorbehalten. Design by Marcel Lancelle.