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Osterfahrt


Ardèche: leichtes Wildwasser in Südfrankreich (28.3. - 10.4.)
mit Corinna, Erbse, Kurt, Dennis, Nils, Daniel und Marcel

Irgendwann im letzten Jahr kam Corinna die Idee, mal wieder an die Ardèche zu fahren. Stefan (L. vom KCJ) fand sie (die Idee natürlich) auch nicht schlecht, und so wollten wir, KGNO und KCJ, also mehr oder weniger zusammen fahren. Um das ganze Gepäck, die Boote, Fahrräder und auch die Teilnehmer der Fahrt zu transportieren, brauchten wir Busse und Autos, von denen wir leider eins zu wenig hatten. Glücklicherweise fanden sich Corinnas Großeltern dazu bereit, uns mal kurz die zwei Wochen ihren Golf zu Verfügung zu stellen, so daß auch dieses Problem geklärt wurde.

So fuhren wir also am Freitag um kurz vor acht los. Corinnas Auto hatte den Anhänger hinten dran, ein Fahrrad und den Topo auf dem Dach und war sowieso voll beladen. Die anderen Fahrräder hatten wir bereits am Vortag bei der Christopherus-Schule abgeliefert. Nach etwa neun Stunden kamen wir in Gengenbach, im Südwesten Deutschlands, an, wo wir auf der Hin- und Rückfahrt in Jans Zimmer übernachten wollten. Jan war gerade in Braunschweig, da sind wir eben noch Minigolf spielen gegangen und haben uns einen Film angesehen.

Den nächsten Morgen sind wir erst eine Stunde später losgefahren; um sieben Uhr kamen wir dann auf dem Campingplatz im sonnigen Südfrankreich an. Dort hat Kurt uns schon erwartet. Er saß schon - wie noch oft - auf einem Liegestuhl neben seinem Wohnwagen in der Sonne. Nun erstmal was zum Wetter: Seit Ende Januar hatte es dort nicht mehr geregnet, weshalb der Wasserstand ziemlich schlecht war. Vom Paddeln mal abgesehen ist es natürlich auch ganz schön, wenn den ganzen Tag die Sonne scheint. Trotz der warmen Temperaturen am Tag fror es nachts manchmal noch. Es war gut, daß es tagsüber nicht zu heiß wurde, daß es keine Mücken gab, und daß wir bei Sternenklarem Himmel auch Hale-Bopp immer gut beobachten konnten.

Am nächsten Tag, am Ostersonntag, sind wir auf einen Hügel in der nähe geklettert und haben Ostereier gesucht. Später unternahmen wir einige Fahrradtouren und kletterten auch auf den Pont d’arc, wo wir ein Psychotraining mit Nils veranstalteten, da er etwas unter Höhenangst leidet - aber er wollte ja selber hoch.

Eine Paddeltour auf der Ardèche, mit ziemlichem Niedrigwasser war am folgenden Tag geplant. Es war (wie sonst auch immer) alles voller Paddler und Anfänger.

Am Nachmittag kühlten sich einige von uns im Swimmingpool des Campingplatzes ab.

Da bei Niedrigwasser eigentlich alle Nebenflüsse fast vollkommen ausgetrocknet sind, fuhren wir also fast die gleiche Strecke nochmal. An der einzigen Spielstelle dieses Abschnitts (eine Walze, die das Boot hält) verbrachten wir viel Zeit. Diese Stelle ist auch gut zum Fotografieren geeignet; es passiert zwar nichts, aber man kann sich überall (auch ober- und unterhalb in den Fluß) hinstellen.

Wir hörten an diesem Tag auch, daß die Ardèche offenbar im Winter viel Wasser führt und es relativ warm ist. Die nächste Winterfahrt könnte ja auch mal eine WW-Tour sein!

Ein Sonnenbrand machte sich bei vielen inzwischen auch bemerkbar.

Nun legten wir einen Gammeltag ein: wir schrieben Postkarten und kauften ein.

So ausgeruht fuhren wir am nächsten Tag die schönste und längste Strecke der Fahrt: die Schluchtstrecke (26 km). Früh morgens (für mich jedenfalls) setzten wir die Autos um. Das frühe Aufstehen hat sich aber allein wegen der tollen kurvenreichen Straße schon gelohnt.

Es war genug Wasser in der Ardèche, und es gab auch einige wirklich schöne Spielstellen, aber dafür war leider die Tour zu lang...

Unterwegs waren natürlich haufenweise Touris am Schwimmen, denen wir so gut es ging geholfen haben.

Corinna und ich sind an geeigneten Stellen vom Ufer aus ins Wasser gerutscht. Man beachte dazu die Bilder im letzten (Sonder-)PB. Jetzt kann ich es ja zugeben: da ich keine Schnellbildkamera habe, sind nur die ersten beiden Bilder echt; der Rest ist durch Fotomontage entstanden...

Am nächsten Tag hatten wir eine Wanderung vor: wir wollten eine ausgetrocknete Schlucht hochwandern und oben zwei Höhlen besichtigen. Kurt mußte bald aufgrund seiner nicht vorhandenen Schwindelfreiheit umkehren - und da fing es erst an. Es wurde eine echte Kletterstrecke, landschaftlich wirklich ausgezeichnet. Da wir aber nach wenigen Metern freien Weges immer wieder mühsam Hindernisse umklettern mußten, kamen wir viel langsamer voran, als geplant. Ungefähr dort, wo die erste Höhle sein sollte, kletterten wir einen Steilhang hinauf. Der Aufstieg war sehr anstrengend. Ich bin vorgeklettert, um zu sehen, ob die Höhle wirklich dort oben ist. Es ging immer weiter; schließlich fand ich auch ein großes Felsloch, was wahrscheinlich zur Höhle gehörte, der Eingang war jedoch offenbar ganz woanders. Also rutschten wir wieder runter, was sich als noch mühseliger erwies als der Aufstieg. Wir wollten also weiter zur zweiten Höhle gehen, müssen sie jedoch auch verpasst haben. Am Abend kamen wir - viel später als geplant - oben an.

Am folgenden Tag fuhren wir nochmal bis zum Pont d’arc mit dem Boot, da dort auch eine schöne Spielstelle ist, wo man z.B. ohne Paddel vollkommen gefahrlos auf einer Welle surfen kann. Am Nachmittag besichtigten wir eine Höhle ganz in der Nähe. Mit Taschenlampen ausgerüstet erkundeten wir fast die ganze Höhle, was etwa eine Stunde dauerte.

Am nächsten Tag machten wir eine Radtour - erst gegen den Wind und größtenteils bergauf, und dann mit 70 (natürlich nur kurzzeitig) wieder zurück.

Nun folgte ein Mittelmeertag mit (Sonnen-)baden, einer Stadtbesichtigung und einem Abstecher zum Pont du Gard.

Voller Optimismus fuhren wir am nächsten Tag zum Chassezac, dessen Wasserstand vom Wasserkraftwerk abhängig ist, aber wir hatten Pech. So spielten einige an den wenigen Spielstellen am Anfang der Schlucht, andere kletterten über den Pont d’Arc.

Nun war schon die Zeit gekommen, sich von 25°C im Schatten, viel Sonne, den Baguettes usw. zu trennen und wieder in ein kaltes regnerisches Deutschland zurückzukehren.

Marcel

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