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BODENSEE, HOCHRHEIN, OBERRHEIN 1996

‘Die Mainpreussen’ waren mit ‘Lulatsch’ und ‘Alf’ mal wieder unterwegs. Darin saßen drei Emmerichs, verstärkt durch Steven (9) aus Thüringen. Für Steven waren es erste Begegnungen mit den Künsten der Paddler, für Daniel war es die ‘Uraufführung’ im Einer auf fließendem oder vom Wind bewegtem Gewässer.

Begonnen haben wir - noch ohne Steven, der erst später zu uns stieß - auf dem Oberrhein, der bekanntlich in Basel beginnt. Umrahmt von Aktivitäten anderer Art, die zu einem guten Sommerurlaub auch gehören (Schwimmen, Wandern, Radfahren, Sonne genießen...) machten wir uns zweimal auf, den Oberrhein zwischen Neuenburg und Breisach zu erobern. Diese Strecke eignet sich vorzüglich, um das Paddeln von seinen angenehmsten Seiten zu erleben: Wenig Betrieb, die Großschiffahrt ganz auf den parallelen Rheinkanal verbannt, klares Wasser mit Ausblick auf kiesigen Grund und mit milder Temperatur (dem Bodensee sei Dank), gute Strömung, ab und zu ein Schwall, Wälder an den Ufern, eine reiche Tierwelt zum Beobachten. Hier also legte Daniel nun vom Ufer ab, vorsichtshalber in eine Schwimmweste verpackt und leicht nervös, was ihn nun wohl so alles erwartete. Doch siehe: Das Boot ließ sich durch Strömung und Wellen wunderbar dirigieren (Corinna: Dein Anfängertraining war super!), und schnell war die Begeisterung um so größer je höher die Wellen waren oder je schneller wir mit dem klaren Wasser über den Grund glitten. Die Ouvertüre war gelungen. Und Daniel war sich gleich sicher: So macht paddeln Spaß - der Kanal ist ja nur langweilig.

Dann war auch Steven dabei, und wir hatten inzwischen an den Bodensee gewechselt. Auch hier war Paddeln eine der vielen schönen Aktivitäten. Nun aber war es nicht die Strömung, nein es war der Wind und die vielen Motorboote, die für Wellen sorgten. Und mit der herrlichen Bodensee-Kulisse und einem Super-Sommer-Wetter ließ es sich wieder bestens aushalten. Daniel konnte nun auch Steven zeigen, wie man mit dem Einer paddelt. Und für alle Fälle hatten die ‘Mainpreußen’ ein Abschleppseil an Bord, so daß der Weg zurück zum ‘Hafen’ immer bewältigt werden konnte.

Zunächst hatten wir in Markelfingen auf dem Campingplatz unser Standquartier, doch dann zog es uns als treue DKV-Mitglieder Richtung DKV-Campingplatz. Allerdings war zunächst ein Telefonat mit der Geschäftsstelle in Duisburg fällig: Die Anschrift stand in keinem Flußführer und auch nicht im DKV-Sportprogramm. Doch dann wußten wir das kleine Geheimnis: Der neue Platz liegt nicht mehr an der Insel Mainau, sondern in Konstanz ganz in der Nähe der Fähre nach Meersburg, direkt neben dem öffentlichen Campingplatz ‘Bruderhof’.

Der DKV-PLatz ist neu, aber deswegen noch lange nicht ideal. Er liegt leider nicht direkt am Wasser - anders als viele der Konkurrenzplätze -, darauf waren wir nicht so richtig vorbereitet. Ein Bootswagen hätte jedenfalls gute Dienste geleistet, es gab auf dem Platz aber auch keinen zum Ausleihen (Verbesserungsvorschlag!). Ab und zu gibt es auch mal Ärger, weil die Stellplätze relativ klein sind und die Autos am Eingang auf dem Parkplatz stehen müssen. Und wenn dann ein größeres Zelt oder ein Wohnwagen mit Vorzelt aufgebaut wird, kann es schon mal für den dahinter stehenden Camper eng werden mit der Zugänglichkeit zu seinem Platz. Übrigens waren die meisten Sommerurlauber auf dem Platz keine Kanuten. Und trotzdem haben wir natürlich wieder nette Kameraden kennengelernt!

Also, die Zeit war trotzdem toll. Insbesondere kann man ja auch eine Reihe von Angeboten auskosten, die die Stadt Konstanz ihren Gästen bietet. Und wer wie wir die dazu erforderliche Gästekarte von der DKV-Platzverwaltung nicht gleich überreicht bekommt, der fragt eben danach - nur wissen muß man es halt! So jedenfalls haben wir auch einen herrlichen Tag im Thermalbad von Konstanz - bei kostenlosem Eintritt - verbracht.

Mit dem Boot konnten wir auch die Stadt selbst erreichen und - welch ein Spaß für die Kinder - so einfach mal in die Schweiz paddeln. An einem anderen Tag habe ich bei klarem Mondenschein noch eine Spätabends- bis Nachtfahrt gemacht. Das sind dann wieder ganz andere Stimmungen als am Tage! Leider war hinterher nur das Tor vom Wasser zum Campingplatz verschlossen, so daß ich einmal um ein größeren Block zum Vordereingang laufen mußte, während das Boot vor dem Tor liegenblieb. Ja, ich hätte natürlich auch einen Schlüssel bekommen können, nur das habe ich leider erst am nächsten Morgen erfahren.

Der krönende Abschluß des Urlaubs war dann die Fahrt auf dem Hochrhein vom Bodensee bis nach Schaffhausen. Mit einer anderen Kanutenfamilie zusammen setzten wir am linken Ufer in Wagenhausen ein. Dort kann man im Bereich des Campingplatzes eine Bootseinsetzstelle benutzen, sogar die Zufahrt durch den Platz mit unseren Fahrzeugen wurde uns kostenlos gewährt! Während des Auto-Vorbringens haben die Kinder erst einmal gebadet.

Dann aber hatte uns schnell der fließende Hochrhein in seinen Bann gezogen. Hier war zügige Strömung, sehr sauberes Wasser, die Wellen wurden von Motorbooten und Passagierschiffen verstärkt, und irgendwie paßte auch das fröhliche Treiben der ziemlich zahlreichen anderen Badenden und Bootsfahrenden in diese Sommer-Urlaubsstimmung. Wir hatten natürlich erst während der Fahrt gemerkt, daß der 1. August ja Schweizer Nationalfeiertag ist - daher der fröhliche Betrieb. Eigentlich hat uns der Fluß schon zu schnell an der lieblichen Landschaft vorbeigezogen, Schaffhausen kam in Sicht.

Der Urlaub war zu Ende: Bei diesem letzten Anlegemanöver des Urlaubs brach bei einem kräftigen Paddelschlag mein Paddel mitten durch. Aber immerhin - es war 1974 beim Wesermarathon schon einmal gebrochen, und die Reparaturstelle hatte seitdem gehalten!

Wir aber statteten dem Rheinfall in Schaffhausen noch einen Besuch ab. Daniel und Steven studierten diese Wassermassen, die da hinabstürzten, ganz fachmännisch: Sie suchten die befahrbare Passage für die Fahrt im nächsten Jahr ....

Dr. Albert Emmerich jun.

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