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Fahrtenbericht - Böhme / Aller / Weser = 119km

1. Tag 9. 4. 1995 Sonntag

24 ½ Minuten kostenlose Braunschweig - Besichtigung. Der Rummelplatz, morgens um 8.43 Uhr, ist noch leer. Die Stimmung im Bus ist heiter, bis belustigend. Wir (Marcel, Kai, Oli und Merbse (beide blond)) sind auf der Fahrt nach Soltau, um dort auf der Böhme mit unserer Osterfahrt zu beginnen.

Nach 33!!! Kilometern auf der Böhme entschlossen wir uns wild zu campen. Der dunkle Wald im Nacken bereiteten Merbse (beide blond) eine alptraumträchtige Nacht, was vorher von Erbses Hirngespinsten gefördert wurde: Zwei Männer mit Kettensägen überraschen uns, hängen Kai am Baum auf (siehe Schweigen der Lämmer), zerstückeln Marcel im Zelt, Oli treibt leblos auf dem Wasser, Merle liegt blau angelaufen im Zelt, die Boote sind zertrümmert und Erbse ist die einzige Überlebende. Der Alptraum danach in der Nacht handelte von Erbses Verteidigung mit Lippenstift gegen ihre Mutter, welche sie umbringen wollte.

2. Tag 10. 4. 1995 Montag

Wir leben noch!!!

Der Flußführer hatte keine Peilung! Es waren die längsten 4km unseres Lebens. Sie dauerten ungefähr 3 Stunden. Wir warteten vergebens auf ein Wehr, was nach 4km kommen sollte, rechneten aber nicht damit, daß ein kleiner Minischwall dieses Wehr darstellte. Daher wunderten wir uns auch, daß wir auf einmal vor einem Wehr standen, was normalerweise nach über 10km erst kommen sollte. Wir sind jedenfalls dann irgendwann doch noch auf einem richtigen Zeltplatz angekommen. Der Zeltplatz brachte nur einen positiven Gedanken à duschen. Merbse gingen frohgemut in die Dusche. Es war alles wunderbar, bis ein einziger Schrei die Stille durchbrach. Erbse entdeckte die geplatzte Abwasserpumpe (Güllepumpe?!?) die kaltes Wasser auf ihre frischen, trockenen Sachen spritzte. Das positive Resultat des Ganzen war, daß Merbse (beide schwarze Wollmützen) ihre nassen, feuchten Sachen im warmen Heizungskeller trocknen konnten.

3.Tag 11. 4. 1995 Dienstag

Zum Frühstück gab es Schokopudding mit Vanilleklümpchensoße, wovon die Fische auch viel hatten.

Güllegeruch liegt in der Luft, Erbse?

Während Oli und Merbse sich noch im Schlafsack räkelten, fackelten Kai und Marcel (die Heranwachsenden) Olis heißgeliebten und frisch polierten Kocher ab. Nein, keine Lausbubentat, sondern lediglich der Versuch Tee zu kochen. Die Frage, ob der Tank lötbar ist, bleibt offen.

Merbse folgen dem neuen Modetrend!! Tüten statt Gummistiefel, nasse Schuhe und (fast) trockene Schweißfüße.

Irgendwann auf der monotonen Fahrt auf der Aller entstand eine halbstündige Diskussion über die Herkunft und Abstammung von "das tangiert peripher"!

Resultat: nicht deutsch, Sprache unbekannt. Möglichkeiten wie Latein, Griechisch oder Arabisch sind nicht auszuschließen.

Die neuste Feststellung, während der Mittagspause auf einem Deich, am Rande der hochwasserführenden Aller, war, daß es auch mit ½ Italienern Spaß macht, nicht nur mit ½ Griechen. Gemeint sind Pfirsiche!!! (Satzkonstruktion von Merle)

Nach 34!! Kilometern erreichten wir das Bootshaus des WSV Verden, wo Marcel sich Gedanken über die auf halber Höhe angebrachte Tränke machte. (Ob es ihm geschmeckt hat? Frage vom Rest)

Zum Kochen wurde uns freundlicherweise ein Gaskocher zur Verfügung gestellt, da Olis Kocher ja nicht funktionierte(es sei denn, es fand sich jemand zum ausdauernden Druck nachpumpen). Außerdem brachte uns der Abend, bzw. die Verdener Kanuten noch kulinarische Besonderheiten, wie Rippchen mit Weißbrot und Salat.

4.Tag 12. 4. 1995 Mittwoch

Der Tag begann mit Sonnenschein, was sich schlagartig änderte als wir abfuhren. 20km Gegenwind und Regen lagen vor uns. Die Steuermänner, Marcel und Oli, wurden echt nicht beneidet. Die regnerische Mittagspause bei dem Stauwehr Langwedel wurde durch eine Oli - Kuchenspende verfeinert. Leider gab es, wie vorher versprochen, keine Donauwellen, sondern "nur" Plunderstücken.

Mit letzten Kräften und vom Gegenwind geplagt erreichten wir am Nachmittag den BSV AT Achim. Kai und Merbse machten sich nach dem Zeltaufbau auf den Weg in die Stadt, um den Bahnhof ausfindig zu machen. Zwei Stunden später, mit warmen (ein seltener Zustand) Füßen, waren sie wieder da. Mit der Nachricht, daß Olis Zug entweder um 9.10 Uhr oder um 12.10 Uhr fährt.

Trotz freundlicher und mehrfacher Aufforderung von BSV- Mitgliedern im Trockenen und Warmen zu kochen, trotzten wir dem Regen, der Kälte und dem Wind und blieben hart, d. h. kochten und aßen draußen. Olis Kocher hatte sich mittlerweile erholt und war bereit uns die Spaghetti zu kochen. Jedoch der Abwasch und auch der Nachtisch (halbe Italiener) wurden ins gemütliche Bootshaus verlegt. Ein freundliches BSV - Mitglied spendierte uns eine Runde Cola bzw. Fanta.

Erbse sabbert nicht nur im Schlaf, auch bei den Italienern (aus der Dose, nicht 17 Jahre alt).

5.Tag 13. 4. 1995 Donnerstag

Da Merbse sich ja durchgesetzt hatten, war heute Abreisetag. Oli und Marcel sind irgendwann gaaanz früh morgens aufgestanden. Um 9.10 Uhr fuhr Olis Zug und Marcel ist noch Eis essen gegangen.

Bei schönstem Sonnenschein packten wir gegen 12.30 Uhr unsere Sachen und machten uns auf den Heimweg.

Jetzt ist es 14.00 Uhr, wir sind kurz vor oder hinter Hannover und hören den guten, alten deutschen Folk!!! (Hahaha, Anmerkung von Kai und Merle)

Produktion: Alle, die mit dabei waren!!

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